Parlamentarischer Abend im Landtag am 29. April 2015

Mittlerweile hat unsere noch recht junge Fraktion zwei sogenannte „Parlamentarische Abende“ im Thüringer Landtag erlebt. Das sind Veranstaltungen des eher angenehmen Typs.

Dieses Mal hatte die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) eingeladen. Es wurden Ausschnitte von diversen Filmen gezeigt, die die MDM gefördert hatte. Die Mitteldeutsche Medienförderung unterstützt mit Zuschüssen und Darlehen Film- und Medienproduktionen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, wobei als Bedingung der Nachweis über kulturelle oder wirtschaftliche Effekte für die vorgenannten Bundesländer im Rahmen der Antragstellung gefordert wird. Im Blick hat die Mitteldeutsche Medienförderung auch die Medienbranche in den drei Ländern.

MdLs, Fach- und Pressereferenten der AfD-Fraktion lassen sich das Büfett schmecken
MdLs, Fach- und Pressereferenten der AfD-Fraktion lassen sich das Büfett schmecken

Die geförderten Filme haben eine große thematische Spannbreite. So wurden Ausschnitte gezeigt von der historischen Schmonzette “ Die Geliebte Schwestern“, aber ebenso auch  aus einem Film über das Leben der Puppenmacherin Käthe Kruse, genauso wie aus der Neuauflage von “ Nackt unter Wölfen“. Ich habe versucht, die Thüringer Drehorte zu erkennen.  „Petterson und Findus“ – ein schöner Kinderfilm – wurde übrigens in Erfurt und Umgebung gedreht.

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Im Vordergrund: Unsere geballte Pressekompetenz der Fraktion (Herr Zeiler und Frau Schuppert)

Für diejenigen, die sich die Frage stellen, ob es angemessen erscheint, das für solche Dinge vom Freistaat Geld ausgegeben wird – auch ich habe mir diese Frage gestellt. Wie ich im Laufe meines bisher noch kurzen Politikerdaseins –  insbesondere im Zusammenhang mit dem Kommunalwahlkampf im letzten Jahr – erfahren habe, haben sich aber gerade in Thüringen und speziell in Erfurt einige Medienunternehmen angesiedelt – und hier wird durchaus noch Potential nach oben gesehen. Insofern stellt sich die Mitteldeutsche Medienförderung als Wirtschaftsförderung dar, und das macht aus meiner Sicht durchaus Sinn. Ob man dann solche Kaliber wie den Film „Dr. Proktors Pupspulver“ fördern muss, ist natürlich eine weitere Frage, aber da gestehe ich den Fachleuten durchaus einen gewissen Einschätzungsspielraum zu.

Jedenfalls gab es im Anschluss noch ein schönes Büfett, welches dann allerdings eine unangenehme und plötzliche Unterbrechung fand, als bekannt wurde, dass die Immunität meines Kollegen Brandner in einer geheimen Sitzung des Justizausschusses aufgehoben wurde. Aber das ist eine andere Geschichte, die nur insofern zum Thema Film und Filmförderung passt, als ich spontan an die Politintrigen in „House of Cards“ denken musste.

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