Jens Krumpe verlässt die Fraktion der AfD:

Schon am Dienstag waberten jede Menge Gerüchte über die Landtagsflure. Eines davon war, das Jens Krumpe nach Oskar Helmerich ebenfalls die Fraktion der AfD verlässt. Doch Krumpe ließ sich Zeit und vertröstete auch die neugierige Presse immer wieder auf seine baldige Entscheidung. Die  „Entscheidungsfreude“ des (mittlerweile) Exkollegen wurde sogar in der Presse ironisch kommentiert.

Dazu gab es auch allen Grund, schließlich waren bereits weitere Gerüchte im Umlauf. Eines davon lautete, dass die zwei ehemaligen Abgeordneten der AfD-Fraktion, Siegfried Gentele und Oskar Helmerich zusammen mit Jens Krumpe eine Gruppe bilden wollen, die den drei Abgeordneten mehr Rechte und gegebenenfalls auch mehr Anspruch auf finanzielle Unterstützung gibt, als ihnen aktuell einzeln zusteht. Dieses Gerücht stellte sich dann am Freitagnachmittag als zutreffend heraus. Nachdem ich bereits von der stets anwesenden Presse zigmal gefragt worden bin, ob Jens Krumpe nun noch Mitglied der Fraktion sei und wann er sich denn entscheide, ließ dieser Landtagspräsident Carius für Klarheit sorgen. Am Ende der Sitzung wurde verkündet, dass der in unseren Fraktionsreihen sitzende Krumpe die Fraktion verlässt. So hat es wenigstens gleich jeder mitbekommen.

Als Grund gab Krumpe unter anderem an, dass „der Disziplinierungswahn weiter intensiviert“ werde, seit er sich zum Weckruf 2015 von Bernd Lucke bekannt habe. In Wirklichkeit hatte sowohl die Fraktion als auch der Landesvorstand entschieden, die Unterzeichnung des „Weckrufs“ trotzt der Zielstellungen der Initiatoren nicht zum Anknüpfungspunkt von Ordnungsmaßnahmen zu machen. Auch sind gegen Krumpe keine Maßnahmen wegen dem Weckruf eingeleitet oder auch nur angedroht worden.

Ein CDU-Kollege meinte im Anschluss der Sitzung ironisch zu mir, ich könne doch froh sein, nun hätte die AfD am Ende vielleicht sogar zwei Fraktionen. Ich hab mich dann augenzwinkernd und artig für diese „strategische Empfehlung“ bedankt. Mit der AfD wird die neue „Gruppe“ um Helmerich, Gentele und Krumpe jedenfalls kaum noch was gemein haben – da bin ich mir sicher.

Stefan Möller

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