Ist es noch Journalismus, oder schon Propaganda?

Wer meint, dass die Zeit seriösen Journalismus betreibt, der sollte sich den folgenden Artikel einmal anschauen:

http://www.zeit.de/2015/30/afd-thueringen-bjoern-hoecke

Geschrieben wurde er von Anne Hähnig und Martin Machowecz. Machowecz hatte übrigens bereits ein Interview mit Björn Höcke durchgeführt. Allerdings wurde dieses nicht gedruckt. Vermutlich bot es nicht genügend Ansätze für eine negative Darstellung der AfD.

Diese Aufgabe soll nun wohl der oben verlinkte Beitrag erfüllen. Artikel dieser Machart kennt man aus Epochen unseres Landes, in denen die Presse klare Feindbilder zu zeichnen hatte – er ist tendenziös, nicht einmal im Ansatz um eine ausgewogene Darstellung bemüht und mit einer klaren Diffamierungsabsicht geschrieben. Ziel ist wieder einmal die AfD – konkret deren Fraktion im Thüringer Landtag.

Eingangs nimmt die Zeit Bezug auf eine  kindische Provokation der SPD im letzten Plenum. Anlässlich der von der AfD-Fraktion beantragten Aktuellen Stunde, die sich mit dem religiösen Extremismus befasste, ließ der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion Hey orientalische Gesänge über das Mikrofon abspielen. Die Sitzung musste unterbrochen werden. Schlussfolgerung der Zeit ist nicht etwa, dass diese Störung des von der Zeit freundlich als „verschmitzt“ gezeichneten Hey der Würde des Hauses unangemessen ist (Hey erhielt dafür eine Rüge vom Landtagspräsidenten). Nein – Ordnungsverstöße sind für die beiden Journalisten wohl nur dann berichtenswert, wenn sie der AfD zugeschrieben werden können. Die  Zeit kommt daher zu dem verblüffenden Schluss, die AfD sei am Ende der Verlierer. Alles klar?

Im Weiteren werden ausschließlich die Argumente der Gegner der AfD wiedergegeben. Es folgen zum Beispiel die üblichen einseitigen Behauptungen, die Fraktion versinke im Chaos und man müsse sich fragen, wo die Grenze zur NPD verläuft. Die bekannten Gegenpositionen der Fraktion – insbesondere zur Abgrenzung gegenüber der NPD – werden weggelassen.

Tatsache ist, dass die Fraktion nach dem Weggang von drei Exmitgliedern effizient und harmonisch arbeitet. Auch die Ergebnisse können sich sehen lassen. Beispiele hierfür sind die 40 Änderungsanträge der AfD-Fraktion zum rot-rot-grünen Haushaltsplan, die  eingebrachten Gesetzesentwürfe und sonstigen Anträge, eine Vielzahl kleiner und mündlicher Anfragen, die Veröffentlichung eines Positionspapiers zur Asyl- und Zuwanderungspolitik und eine Umfrage des INSA-Meinungsforschungsinstituts, welches eine große Zustimmung in der Bevölkerung zu den entsprechenden AfD-Positionen offen legt.

Auch der von den beiden Journalisten fabulierte „Zerfall in Erfurt“ ist weit und breit nicht zu erkennen. Mangels Fakten versteigen sich beide in Hypothesen, dass der Fraktionsstatus verloren ginge, wenn noch mal drei Abgeordnete die Fraktion verlassen.

In der Gesamtschau lässt der Artikel den Schluss zu, dass die beiden Journalisten nicht im Ansatz an einer ausgewogenen Berichterstattung interessiert waren, sondern vielmehr versuchten, die AfD niederzuschreiben. Dabei ist der Artikel nicht einmal auf aktuelle Ereignisse bezogen (etwa den Bundesparteitag, der zugegebenermaßen auch schon wieder fast drei Wochen her ist), sondern wärmt nur alte Kamellen auf.  Die Autoren geben zudem ihre politische Meinung kund, wonach die Positionen der AfD kaum mehrheitsfähig seien (was ausweislich der oben genannten Umfrage falsch ist) und die Partei sich vermutlich schon bald marginalisieren werde.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Journalisten der Zeit danebenliegen, weil sie die Realität aus ideologischen Gründen verzerrt wahrnehmen.

One thought on “Ist es noch Journalismus, oder schon Propaganda?

  1. Was soll man erwarten von einem Chefradakteur der Wahlfälschung betrieben hat und zur Europa-Wahl in Italien und Deutschland seine Stimme abgegeben hat. Die Zeit ist eine linksorientierte SPD geführte Zeitschrift und zu vergleichen mit dem Neuen Deutschland zu DDR-Zeiten. Wir befinden uns auf dem Weg zurück zur DDR, politisch und informationsmäßig. Ich erwarte nicht das die Zeit diese SPD-Hey Aktion kritisiert. Wes‘ Brot ich ess‘, des‘ Lied ich sing. Das sind die Selbstgerechten die sich für den besten Hirten halten und uns für Schafe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.