Gratulation zur Ernennung zum Volksbeobachter

Herzlichen Glückwunsch, Matthias Quent,

das wollten wir Ihnen von der AfD schon länger wünschen, als wir erfahren haben, dass Sie zum Direktor der „Dokumentationsstelle für Menschenrechte“ ernannt wurden. Sicherlich ein schöner und gut bezahlter Posten, der auch halbwegs sicher ist, da er ja von Thüringer Steuergeldern finanziert wird. Schwerpunktmäßig soll Ihre „Dokumentationsstelle“ ja „neonazistische und andere gegen die Grundsätze der Verfassung gerichtete Aktivitäten in Thüringen“ dokumentieren, „Inhalt, Wirkungsweise und Verbreitung neonazistischer, rassistischer, antisemitischer, homophober und antiziganistischer Einstellungen“ erforschen und geeignete Gegenkonzepte entwickeln.

Das beschränkte Aufgabengebiet kommt Ihnen sicherlich sehr entgegen, sehr geehrter Herr Quent. Islamistischer Bombenanschlag in Ansbach, linksextremistische gewalttätige Ausschreitungen in Thüringen – das blendet man im rot-rot-grünen Regierungslager lieber aus, wo der Plan für die „Dokumentationsstelle“ aus Ihrer Sicht sicherlich dankbarer Weise ausgeheckt worden ist.

Sie werden nun also Direktor dieser Truppe, die die Meinungen und Ansichten der Thüringer Bürger sichtet, auf unliebsame „rechte Inhalte“ kontrollieren, abspeichern, auswerten und zur politischen Instrumentalisierung vorbereiten soll. Nun, die Personalauswahl ist insofern gut getroffen. D.h. natürlich, wenn man überhaupt von einer Personalauswahl sprechen will – Hihi und Augenzwinker! Es lag ja lediglich eine Bewerbung für die sicherlich gut dotierte und aus Steuergeld finanzierte Stelle vor – und zwar Ihre, Herr Quent. Schön, dass im „Hochlohnland Thüringen“ wenigstens Sie bereit waren, Direktor der rot-rot-grünen Aushorch-, Petz- und Anschwärzanstalt – äh, gemeint ist natürlich der „Dokumentationsstelle für Menschenrechte“ zu werden.

Die Arbeit als oberster Volksbeobachter wird Ihnen als Ex-Mitarbeiter der Linke-Abgeordneten Katharina König, die selbst in der ultralinken Linksfraktion im Thüringer Landtag noch mal eine Sonderstellung einnimmt, sicherlich einen Haufen Spaß machen. Denn sie sollen schließlich nur nach rechts spähen. Etwas anderes ging ja auch gar nicht, denn links neben Ihnen ist ja die politische Erdscheibe, auf der Sie wandeln, gleich zu Ende.

Herzlichen Glückwunsch in diesem Zusammenhang auch dafür, dass die Amadeu-Antonio-Stiftung mit Stiftungschefin Anetta Kahane („IM Victoria“) an der Spitze meinte, bei Ihnen „wissenschaftliche Reputation“ ausmachen zu können. Das war sicherlich sehr hilfreich, um Direktor zu werden. Und einfach ist es ja nicht, ihre „wissenschaftliche Reputation“ zu erkennen. Wie „wissenschaftlich“ Sie agieren, sehr geehrter Herr Quent, haben Sie ja der Öffentlichkeit bewiesen. So gaben Sie als „Rechts-Wissenschaftler“ in einem Interview mit der Thüringer Allgemeinen 2014 zum Besten, dass das Gefährliche an der AfD sei, dass man sie nicht so einfach ächten könne. Ja, Herr Quent, da müssen wir Ihnen natürlich Recht geben – genauso klingt wissenschaftliche Neutralität – nochmals ausgiebiges Hihi und Augenzwinker!

Aber was soll’s, Schwamm drüber, hat ja keiner gemerkt in der Thüringer Medienwelt, dass hier von einem extrem Linken unter dem Gewand der „Wissenschaft“ schlicht und ergreifend gegen politische Gegner gehetzt wird. Die Empörung über ihre „Ächtungswissenschaft“ und Möchtegern-Inquisition – sie fiel aus.

Als „Hetze“ würde man ein solches Verhalten in der Thüringer Medienwelt nur in anderen Konstellationen erkennen, z.B. wenn in der Türkei oder Russland regierungsnahe „Wissenschaftler“ die Schwierigkeit der Ächtung bestimmter oppositioneller Kräfte bedauern würden und in der Folge oppositionelle Versammlungen unter Angriffen von „Aktivisten“ leiden müssen, die vom heiligen Furor regierungsnaher Ideologien beseelt, nicht mal davor zurückschrecken, Oppositionelle und deren Familien zu Hause zu attackieren.

Sie, Herr Quent, haben natürlich erkannt, dass gerade wegen dieser linksseitigen Blind- und Taubheit der Quantitätsmedien das soziale Ächten im modernen Thüringer Gesinnungsstaat die öffentliche Hinrichtung politischer Gegner ersetzen und das bevorzugte Einsatzmittel des rot-rot-grünen Lagers gegen Oppositionelle sein kann. Alexis de Tocqueville hat es schon vor mehr als 150 Jahren treffend folgendermaßen auf den Punkt gebracht:

„Der Machthaber sagt nicht mehr: ‘Du denkst wie ich, oder du stirbst.’ Er sagt: ‘Du hast die Freiheit, nicht zu denken wie ich. Leben und Vermögen bleiben dir. Aber von dem Tage an bist du ein Fremder unter uns. Du wirst dein äußerliches Bürgerrecht behalten, aber es wird dir nichts nützen. Selbst wer an deine Unschuld glaubt, wird dich verlassen, sonst meidet man auch ihn. Ich lasse dir dein Leben, aber es ist schlimmer als der Tod.“ In Thüringen und Deutschland kommt noch die ergänzende Botschaften hinzu: „Du verlierst auch deinen Job – wir machen aus dir und deiner Familie einen Sozialfall.“

Ja, diese Vorgehensweise um politische Gegner zu bekämpfen, den Diskurs von unschönen Meinungen und Ansichten freizuhalten und die Bevölkerung zu konditionieren, die kennen viele Diktatoren in der ganzen Welt – und sie natürlich auch, Herr Quent! Gruppierungen, die Sie als potentielle Gegner des multikulturellen, bunten Thüringens ausmachen, bringen Sie geschickt mit der rechtsextremen Ecke in Verbindung.

Wie Sie das machen, haben Sie ja beim Thema „Bürgerwehren“ gezeigt. Natürlich wissen Sie, dass angesichts einer im Zuge der Grenzöffnung und Asylkrise erheblich gesteigerten schweren Kriminalitätsbelastung durch Ausländer und eines Staates, der weder fähig noch Willens ist, die Sicherheit der eigenen Bürger angemessen zu gewährleisten, diese verständlicherweise immer öfter selbst gemeinschaftlich Schutzmaßnahmen organisieren. Und grundsätzlich haben Sie auch nichts gegen „zivilgesellschaftliches Engagement“, stimmt’s? Blöd nur, dass die meisten Beteiligten an solchen Selbstschutzmaßnahmen die Folgen von Multikulti und offenen Grenzen längst erkannt haben und deswegen Gegner dieser rot-rot-grünen und von Scheinschwarz tolerierten Politik sind.

Was macht also der „Rechts-Wissenschaftler“ Quent? Sie erklären, was Bürgerwehren mit Rechtsextremismus zu tun haben. In den meisten Fällen – das wissen Sie natürlich – vermutlich gar nichts. Aber – Hihi und Augenzwinker – das sagen Sie natürlich nicht! Im Gegenteil, Sie heben den einen oder anderen Rechtsextremisten bei Bürgerwehren hervor und schaffen es sogar, Verbindungen zum NSU zu konstruieren.

Die unausgesprochene Botschaft und Warnung werden sicherlich alle Bürger verstehen:

Wer bei Bürgerwehren mitmacht, muss sich nicht wundern, wenn er mit Rechtsextremismus verbunden, entsprechend diffamiert und in der Folge geächtet wird. Da ist sie wieder, die Ächtung, die mal einfacher und mal schwerer ist. Der gewünschte „zivilgesellschaftliche“ Reflex muss nun nur noch durch beständige Wiederholung eingeübt werden, damit er funktioniert wie der „Platz!-Befehl“ beim deutschen Schäferhund. Dafür braucht es Institutionen wie die „Dokumentationsstelle“ und „Rechts-Wissenschaftler“ wie Sie.

Also nochmals herzlichen Glückwunsch, aber fangen Sie bitte bloß nicht an, zu langfristig zu planen. Sie wissen ja – noch gibt es Wahlen und außerdem eine Alternative. Die wird Ihnen frei nach dem alten DDR-Spruch hoffentlich spätestens 2019 ermöglichen, interessante Erfahrungen in der Produktion zu machen.

Bis dahin, Holzauge, sei wachsam! (Den Blick aber bitte immer schön starr rechts!)

Für den Landesverband der AfD

Stefan Möller und Björn Höcke
Landessprecher

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