Der Rückblick auf eine turbulente und erfolgreiche Woche der AfD in Thüringen

Diese Woche wird vermutlich nach Einschätzung von Bodo Ramelow, Sigmar Gabriel und Co. wieder  „höchstgefährlich“ gewesen sein. Überall in Thüringen waren „Angstmacher“ und „Scharfmacher“ von der AfD mit ihrer „Hetze“ unterwegs  – so lauten die neuen Kampfbegriffe, weil die Diffamierung als „Nazi“ durch die jahrelange Anwendung im Übermaß nicht mehr wirkt.

Montags fand in meinem Abgeordnetenbüro in Eisenach die Bürgersprechstunde mit anschließendem Bürgerforum im Versammlungsraum statt. Ungefähr 25 Interessierte nahmen die Gelegenheit wahr, mit der AfD ins Gespräch zu kommen. Davon hätten wir vor drei Monaten noch geträumt. (hier ein Link zu einem ausführlichen Bericht)

Dienstags fand eine AfD-Infoveranstaltung in Geisa statt, wobei es natürlich vorrangig um die Fehler und ideologischen Irrwege der Altparteien in der Asylpolitik ging. Die Veranstaltung wurde vom Kreisverband Westthüringen und meiner Mitarbeiterin Birgit Noll durchgeführt. Ergebnis: 8 Mitgliedsanträge, wir haben in Geisa de facto nun alles für einen Ortsverband!

Die Demo am Mittwoch auf dem Domplatz war wieder gut besucht
Die Demo am Mittwoch auf dem Domplatz war wieder gut besucht

Mittwochs dann unsere Demo in Erfurt – wieder waren Tausende Menschen unserem Aufruf gefolgt. Schon rein rechnerisch kann die Zahl von 4.000 Menschen, die in der Presse stand, nicht hinkommen. Allein der Bereich mit dem Kern der Demo, also da wo die Leute relativ dicht standen, war ca. 4.000 Quadratmeter groß und da stand definitiv nicht nur ein Teilnehmer auf dem Quadratmeter. Die Domtreppe und die Randbereiche um die Bühne kommen noch hinzu. Ich schätze bei Annahme von 2 bis 3 Teilnehmern pro Quadratmeter und einen Sicherheitsabzug von 1.000-3.000 Teilnehmern die Menge eher auf 7.000 – 9.000 Teilnehmer. Die Reden kamen sehr gut an. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir dank unserer Internetpräsenz mittlerweile gar keine Zeitungsannoncen mehr brauchen (wir werden bei Annoncenwünschen leider von der marktbeherrschenden Thüringer Zeitungsgruppe boykottiert).

Donnerstags hatten wir dann wie jede Woche um 19.30 Uhr unseren AfD-Stammtisch in Erfurt in der Hohen Lilie am Domplatz, Restaurant Due Angeli. Die vermeintlichen AfD-„Fremdenfeinde“ tagen doch tatsächlich beim Italiener! Wieder waren neue Gesichter dabei (ca. 25 Teilnehmer insgesamt). Alles drehte sich natürlich wieder um die Asylpolitik, die Sendung mit Björn Höcke bei Günther Jauch, sowie die  Stigmatisierungsabsichten der Altparteien und die dabei eingesetzte Taktik der Meinungs-, Denk- und Sprechverbote.  Aber auch das Verhalten der Kirchen gegenüber der AfD wurde sehr ausgewogen erörtert. Wir konnten unsere Mitgliedsanträge natürlich wieder gut verteilen.

Freitagabends habe ich dann auf Einladung meines sächsischen Kollegen Uwe Wurlitzer in Borna vor dem interessierten Publikum bei Leipzig unseren Fraktionsvortrag zur Asyl- und Zuwanderungspolitik gehalten. Eine kleine Gruppe offensichtlich linker Jugendlicher war auch anwesend und verhielt sich während des Vortrags erstaunlich ruhig.  In der Fragerunde gab dann allerdings ein Mitglied dieses Grüppchens,  eine junge Frau, nach einer Fragenkaskade ihre Meinung zum Besten. Ihr wurde vom restlichen Publikum zu Verstehen gegeben, dass sie mit ihrer Ansicht (Offene Grenzen für alle, kein Mensch ist illegal …) nicht gut ankam. Gefrustet verließ die Gruppe darauf den Saal. Als ich der jungen Frau sagte, sie solle doch bleiben und ich würde ihr auch gern ein paar Antworten geben, die sie zum Nachdenken bringen würden, antwortete sie mir sinngemäß, dass das nicht passieren würde, denn sie sei Mitglied der Partei Die Linke. Nachdenken ist dort also nicht zu erwarten?

Alles in allem war auch das wieder ein gelungener Abend, wenn auch die Teilnehmerzahl mit 30 bis 40 Teilnehmern noch verbessert werden kann. Der Wochenabschluss wurde mir dann allerdings mal wieder rot vermiest. Auf der Fahrt auf dem Autobahnzubringer blitzte es mich leider ziemlich unangenehm an – ich war im Dienst der AfD zu schnell unterwegs gewesen.

Stefan Möller

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