Asylbewerber demonstrieren in Suhl für Hausausweise

Am gestrigen Vormittag haben  Asylbewerber nach Presseberichten vor der Suhler Erstaufnahmestelle für die schnellere Erteilung von Hausausweisen demonstriert. Hintergrund ist, dass der Hausausweis zur Auszahlung von Taschengeld berechtigt.

Die Demonstration kann man – vorsichtigt ausgedrückt – als ziemlich unsensibel bezeichnen. Nach den gewalttätigen Ausschreitungen und Sachbeschädigungen in erheblicher Höhe nun als erstes mit Forderungen in die Öffentlichkeit zu treten, wird der Willkommenskultur mit Sicherheit nicht zum Durchbruch verhelfen. Eine Entschuldigung oder einer Distanzierung der Bewohner vom religösen Gewaltakt im August  wäre deutlich sinnvoller gewesen, aber davon habe ich bisher nichts gehört oder gelesen.

Die gestern offen zur Schau getragene Anspruchshaltung ist umso unverständlicher, als Deutschland im Vergleich zu den anderen europäischen Staaten einzigartige Anstrengungen unternimmt, um den Asylbewerbern akzeptable Bedingungen bei der Unterbringung und Versorgung zu bieten. Der Akzeptanz des Asylrechts bei der steuerzahlenden Bevölkerung werden solche Demonstrationen in der jetzigen Situation kaum zuträglich sein. Auch von Asylbewerbern kann man erwarten, dass sie angesichts der aktuellen Herausforderungen einen Beitrag zur Solidarität leisten, selbst wenn sich dieser nur auf maßvolle Zurückhaltung und die Einhaltung der geltenden Regeln und Gebräuche beschränkt.

Stefan Möller, MdL der AfD-Fraktion

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