AfD-Bürgerstammtisch in Tottleben

Nun ist die AfD mit ihren Veranstaltungen auch im Raum Bad Langensalza angekommen. Zum Bürgerstammtisch am Montagabend in Tottleben haben sich im dortigen Dorfgemeinschaftshaus 36 Besucher eingefunden, um sich anhören, was der Abgeordnete und Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag zu sagen hatte. Stefan Möller hatte einige Themen mitgebracht, an denen die Partei arbeitet und begann seinen Vortrag mit der Energiepolitik und der Problematik der Energiewende.

Die Besucher im Publikum interessierte aber hauptsächlich was ganz anderes:  Was sagt die AfD zur immer noch ungelösten „Flüchtlingskrise“? Wie will die AfD den überwiegend rechtswidrigen Massenzustrom an Asylbewerbern eindämmen und die Rechtsstaatlichkeit wieder gewährleisten? Gibt es wirklich eine Partei, die sich dem Meinungsmainstream der vielgepriesenen Mutlikulti-Gesellschaft wiedersetzt und dafür Konzepte anbietet?

So stand Möller vor der Frage, auf der einen Seite den Nachweis anzutreten, dass die AfD nicht die vielzitierte „Einthemenpartei“ ist, aber auf der anderen Seite Antworten zu geben auf die Frage, die die allermeisten als die dringlichste ansehen: Die Umkehr in der überwiegend gesetzeswidrigen Asylpolitik hin zu einer demokratischen Gesellschaft für eine gedeihliche Zukunft unseres Landes und seiner Bürger.

Als erste Schritte auf diesem Weg nannte der AfD-Politiker die Einhaltung aller Gesetze auf europäischer, Bundes- und Landesebene, die Behebung von Abschiebedefiziten, die Schaffung einheitlicher EU-Sozialstandards für die Asylbewerber und die Beseitigung von Fehlanreizen, sowie die Einführung eines EU-Grenzregimes nach australischem Vorbild. Wesentlich für die künftige Ausrichtung der Asyl- und Zuwanderungspolitik ist aus Sicht der AfD ein Volksentscheid über die Frage, inwieweit Deutschland ein Einwanderungsland sein soll.

Was mit ein paar kritischen Fragen begann, setzte sich mit einer regen Diskussion fort, bei der viele zu Wort kommen wollten. Es gab jede Menge offene Fragen, auf die die Leute von den Politikern der etablierten Parteien keine zufriedenstellenden Antworten mehr bekommen.

Vieles drehte sich auch um soziale Fragen wie die Alterssicherung und das Rentenniveau, einen Mindestlohn, von dem eine Familie leben kann oder die wieder gestiegenen Kita-Gebühren. Großen Raum nahmen die freie Meinungsäußerung und die Einführung von bundesweiten Volksabstimmungen ein.

Der Abend endete mit viel Zustimmung und Beifall für das, was Stefan Möller von den Zielstellungen und der Arbeit der AfD sagte, aber auch mit einer großer Erwartungshaltung: Die AfD müsse viel stärker werden, sie müsse viel mehr Informationen in die Öffentlichkeit bringen, über eine eigene Zeitung nachdenken. Es war die erste Veranstaltung der AfD im Raum Bad Langensalza, aber mit Sicherheit nicht die letzte.

 

Birgit Noll

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